Zitat:
Zitat von Cravate Noire
Die weißen Nähte die für heftigste "Schneiderverarbeitung" stehen, findet man sehr häufig bei schäbigen und mittelmäßigen Anzügen, gerne solche die bis zur Bewusslosigkeit mit ganz tollen "Handstichkanten" versehen sind (ein weiteres Kennzeichen hochwertiger Schneider oder Sartoria-Verarbeitung  )
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Handstichkanten haben imho nichts mit dem ominösen weißen Faden gemein, richtig? Ich habe ja extra betont, dass man vorsichtig sein muss, diese Fäden/ Nähte pauschal als Indiz für Handarbeit zu werten.
Zitat:
Zitat von Cravate Noire
Diese ganzen Fäden als Überbleibsel echter Maßarbeit, bei der das komplette Sakko im Laufe der Herstellungsprozesses an allen möglichen Stellen mit Provisionsnähten versehen war, sind bei Fertigware nur noch sinnvoll wenn Taschen, Schlitze, evtl. Knopflöcher fixiert sind damit sie beim anprobieren durch mehrere Kunden, Transport etc. nicht ausbeulen. Meist ist es aber show-off, teilweise hat man den Eindruck, dass diese Fäden mehr Arbeitsaufwand in Anspruch gneommen haben als die Herstellung des fraglichen Kleidungsstücks.
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d'accord
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Zitat von Pangur
Hallo, möchte Camara noch ein bisschen widersprechen, bzw. ergänzen. Dieser Faden hat(te) tatsächlich eine Bedeutung, wenn man einen Maßanzug im ersten Stadium hat. Auch *kann* er bei Anzügen von der Stange helfen, die Schulter auf den dünnen Ausstatterbügeln besser in Form halten. Dazu muss er aber tatsächlich so aufwändig eingesetzt werden, dass dann Camaros OP notwendig wird. Normalerweise erwarte ich aber, wenn ich einen solchen Anzug beim Ausstatter kaufe, das mir dort dieser Faden entfernt wird (und auch die Taschen aufgetrennt werden).
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Da es ja um ein RTW Sakko ging, beziehen sich alle meine Angaben natürlich auch nur darauf. Was gerade bei den Kiton Sakkos viel interessanter ist, sind die "Spuren" die im Inneren zu finden sind. Dass die Fäden nicht grundsätzlich für Qualität stehen, habe ich eigentlich entsprechend erwähnt.
Gruß, C