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#21
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Ich denke seit den 70ern gehören Turnschuhe/Sneaker zur Alltagskultur in Deutschland. Klassische Turnschuhe gibt fast genauso lang wie Bootsschuhe . Ich habe fast 15 Jahre lang nicht außer Sneakern oder rahmengenähten Schuhen getragen und erst jetzt Bootsschuhe als Zwischenmöglichkeit gekauft. Für mich ist da alles legitim, so lange man weiss was man tut. Es passt nicht alles zu allen Gelegenheiten. Sneaker sind immer die informellste Schuhform und damit rein dem Freizeitbereich zuzurechnen. Die formellste mögliche Hose dazu sind mMn Chinos. Zum Supermarktbesuch, bei der Kinderbespaßung, im Biergarten oder einem Club sind sie imho völlig in Ordnung.Auch die Wahl der Sneaker ist für mich ein problematischer Bereich, da kann man mehr stilloses produzieren, als wenn man auf die Klassiker setzt. Der Grat zwischen gut und absolut scheußlich ist dünn. Für mich ist ein funktioneller Sportschuh nie eine Alternative, viele Vintagemodelle sind hingegen schöne Freizeitschuhe, wenn sie entsprechend kombiniert werden. Ich glaube ein großer Teil des Problems liegt in der Erfahrung mit der Restbekleidung der Turnschuhträger. Wo unten ein orangefarbner GoreTex-Schuh getragen wird, findet sich oft auch ein labberiges T-Shirt, eine Wolfshaut und der Rucksack. Die "guten" Schuhe dieser Leute sind dann meist noch unterhalb von Lloyd und der Rest außerhalb jeder Diskussion. Der kleidungsuniteressierte Mensch trägt leider häufig hässliche Turnschuhe. Man kann in jeder Bekleidungsrichtung optische Katastrophen antreffen. Man kann jedoch auch, durch einen simplen Wechsel der Schuhe (Sneaker, Bootsschuhe , formellerer Schuh), drei unterschiedliche Looks erzeugen, ohne den Rest der Kleidung zu ändern. In einigen sehr kleidungsaffinen Subkulturen werden oft Sneaker getragen und das hat einen eigenen Stil. Klassisch sind Sneaker nie, aber nicht alles nicht klassische ist auch stillos und umgekehrt. |
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#22
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Man darf halt nicht immer alles über einen Kamm schweren. Sneaker ist nicht gleich Sneaker, ebenso verhält es sich mit Oxfords (wobei ich letztere auch zur Jeans trage). ich sehe nicht ein, auf die schönen Vorteile der Rahmengenähten zu verzichten, nur weil sie so manchem zu formell zu Jeans sein mögen, um dann spätestens am Nachmittag schmerzende Füße zu haben (Problemfüße kommen mit vernünftigem Schuhbett doch besser zurecht)
Auch trage ich die Schuhe zum Grillen, zu Chino und Hemd. Alternativ Bootsschuhe , aber niemals Sneaker. Ebenso im Club, hier stören mich die ganzen Turnschuhträger sogar etwas, um ehrlich zu sein.Mir geht es einfach darum, dass man, nur weil man etwas jünger ist, nicht gleich Turnschuhe tragen muss. Monks und Loafer finde ich persönlich auch etwas zu alt, aber Bootsschuhe und alle möglichen Arten von Rahmengenähten (bevorzugt Brogues oder auch mal Cap Toes) können doch auch von jungen Menschen getragen werden - solang sie sich darin wohlfühlen.
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