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Schals und Halstücher binden — so geht’s


Ergänzend zu unserer kleinen Material- und Stilkunde zu Winterschals und -tüchern eröffnen wir unsere neue Rubrik “Tutorial” mit einer Zusammenstellung der vier wichtigsten Bindetechniken für Halstücher und Schals, jeweils mit bebilderter Beschreibung, Variations- und Kombinationsmöglichkeiten.

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Der einfache Knoten
Dieser Knoten eignet sich für Schals und große Halstücher gleichermaßen gut, jedoch sollte ein breiter Schal vorher der Länge nach gefaltet werden. Er hält vergleichsweise wenig warm, trägt dafür aber auch nicht zu sehr auf, wenn man ihn unter einem Mantel trägt. Strickschals werden besser mit einem anderen Knoten gebunden, da sie meist zu elastisch sind, um den Knoten dauerhaft an der geeigneten Stelle zu halten.

Die Schlinge
Dieser Knoten ist einer der häufigsten Bindetechniken, vermutlich schon wegen seiner unkomplizierten und schnellen Anwendbarkeit. Der Schal —ein Tuch eignet sich hier nicht— wird in seiner Länge einmal geteilt, dann um den Hals gelegt und die losen enden durch die sich gebildete Schlaufe gezogen. Festziehen — fertig — warm. Sehr warm. Was schon für Schalmaterialien gilt, findet auch auf die Bindetechniken des Schals Anwendung: Je wärmer der Hals, desto sportlicher der Look. Die Schlinge ist also für Strickschals ideal, für feine Seidenstolen eher ungeeignet.

Der Flechtknoten
Diese Abwandlung der Schlinge sorgt für noch mehr Wärme und Volumen um den Hals. Anstatt die losen Enden des Schals parallel durch die Schlaufe am anderen Ende zu ziehen, werden sie zopfartig gebunden. Ungeübte Träger brauchen spätestens für diesen Knoten unbedingt einen Spiegel, was ihn nicht unbedingt für Anlässe prädestiniert, zu denen man Mantel und Schal ablegt. Ein Herbstspaziergang oder ein Bummel über den Weihnachtsmarkt dagegen können damit wesentlich angenehmer sein.

Der Four-in-hand
Ist das nicht ein Krawattenknoten? Ja. Besser gesagt: Auch. Eine Variante des Four-in-Hand findet auch Anwendung auf feine Schals und Halstücher. Das oben liegende Ende —bei einer Krawatte wäre es das breitere— wird dabei im letzten Schritt nicht in den Knoten gesteckt, sondern darüber gelegt. Das so entstandene kleine Dreieck eignet sich perfekt, um den nackten Hals bei offenem Hemdkragen zu bedecken. Achten Sie darauf, das Halstuch oft genug der Länge nach zu falten und anschließend leicht zu verdrehen, damit es zwischen Hals und Kragenband nicht zu sehr aufträgt.

Florian S. Küblbeck ist freier Journalist und schreibt vor allem über Mode, Stil und Genuss. Mit seinem Erstwerk "Was Mann trägt: Gut angezogen in zwölf Schritten" gab er 2013 sein Debüt als Buchautor.

6 Comments

  1. Das gute Leben

    12. November 2010 at 20:22

    Bei solchen Artikeln wären Videos ungemein hilfreich, jedenfalls für Leute wie mich. Manchmal genügt ja ein Link auf vorhandenes Material bei youtube, statt aufwändiger Eigenproduktionen.

  2. asdf

    14. November 2010 at 00:32

    Solch ein Artikel ist ohne unterstützendes Bildmaterial leider einigermaßen überflüssig.

  3. nomnomnom

    15. November 2010 at 11:09

    asdf hat recht.

  4. Andreas Gerads

    15. November 2010 at 11:29

    Oh, dabei hat Florian extra die einfachen Bindetechniken erklärt. Solche Handgriffe wie:

    “…wird in seiner Länge einmal geteilt, dann um den Hals gelegt und die losen enden durch die sich gebildete Schlaufe gezogen. Festziehen — fertig — warm”

    sollten eigentlich auch ohne fünfzehnstufige Bilderserie machbar sein. Wenn nicht, besser den Schal weglassen.

  5. Demian

    16. November 2010 at 10:44

    naja, um diese Beschreibungen zu verstehen, muss man nicht Atomphysik studiert haben. Das sollte man zusammen mit den vier Fotos auch so schaffen.

  6. eifriger Leser

    11. January 2013 at 17:55

    @Andreas & Demian: Wenn drei Leser sich über mangelnde Visualisierung beschweren (und hiermit der Vierte), muss wohl irgendwas dran sein. Nur, weil man selbst meint, sie nicht zu brauchen (und wahrscheinlich die Knoten schon vorher beherrschte, also nur sehr begrenzt beurteilungsfähig ist), muss dies nicht für andere gelten.

    Überflüssig finde ich den Artikel allerdings nicht, sondern hilfreich – Bebilderung wär halt “nice to have”. Als Anregung zu verstehen, nicht als Kritik. Ich hoffe mal, der Ton hat in diesem Fall einfach die Musik bestimmt.

    Beste Grüße!

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