von Florian S. Küblbeck am 26. Mai 2010
„Regeln? Die gibt es nicht. Und falls doch, dann sind es verstaubte Überbleibsel aus längst vergangener Zeit, die heute niemanden mehr interessieren — zum Glück! Ich ziehe an, was mir gefällt.“ Sind Sie auch dieser Meinung? Ich nicht, um das gleich vorwegzunehmen. Nicht umsonst herrscht in einer Zeit die scheinbar alle Regeln aufgeben will, mehr Verunsicherung denn je, was der Herr denn tragen soll. [Weiterlesen…]
von Florian S. Küblbeck am 17. März 2010
Die letzten Wochen einer sich dem Ende zuneigenden Saison sind traditionell die Zeit für Reinigung, Reorganisation und Reparatur der Garderobe. Schließlich sind durchdachte Kleiderpflege und Verschleiß minimierende Lagerung entscheidende Faktoren, um möglichst lange Freude an kostbaren Kleidungsstücken haben zu können. [Weiterlesen…]
von Florian S. Küblbeck am 17. Februar 2010
Konfektion, Ready-to-wear. Made to measure, tailor made, bespoke – die Welt der klassischen Herrenmode ist voll von mehr oder weniger klaren und deutlichen Fachbegriffen, die Einsteiger in die Materie oft mehr verwirren als informieren. Dazu trägt auch die teilweise haarsträubende Erklärungsmoral der Hersteller bei, die all zu oft Begriffe undeutlich oder falsch verwenden, sei es, um den Kunden scheinbar weniger mit brancheninternem Fachchinesisch zu belasten, oder um das eigene Produkt unbemerkt aufzuwerten. Besonders gleichgültig und gleichmacherisch wird mit den Begriffen Maßkonfektion und Maßschneiderei umgegangen. Es wird vertauscht, verwischt, verschleiert. Genau betrachtet, sind die Unterschiede jedoch deutlich.
Beide Begriffe werden oft unter dem Denkmantel der Maßkleidung subsummiert und Eigenschaften und Vorzüge der jeweiligen Fertigungsart großzügig beiden Segmenten zugeschlagen. Gerade in Zeiten in denen Maßkonfektion beinahe überall und Maßschneiderei wahlweise schwer erhältlich oder sündhaft teuer ist, sollte jedoch einwandfrei unterschieden werden. [Weiterlesen…]
von Florian S. Küblbeck am 27. August 2009
Im gestern erschienenen ersten Teil dieses Artikels konnten Sie bereits grundlegendes zur Beurteilung der Passform des Herrenhemdes erfahren. Heute geht es gewissermaßen an die Feinheiten: Ärmellänge, Hemdkörper und Schulterweite. Denn auch hier gilt, wie im folgenden erläutert, es einige wichtige Punkte zu berücksichtigen:
Vielfach unterschätzt: Die Ärmel- und Körperlänge
Meist wird die Länge von Ärmel wie auch Körper des Hemdes zu kurz gewählt. Ist die Manschette jedoch von einer geeigneten Weite, ist eine scheinbare Überlänge im Ärmel kein Problem: Sie verteilt sich über die gesamte Armlänge und erhöht so die Bewegungsfreiheit des Trägers. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Länge des Hemdkörpers. Auch hier sollte gelten: Zu lang ist allemal besser als zu kurz. Die richtige Länge ist gefunden, wenn der Rücken des Hemdes, der sogenannte Stock, das Gesäß gut bedeckt; manche Träger befinden erst eine Länge, die sich im Schritt bequem zusammenfassen lässt, als ausreichend. Nur so wird das Hemd vor dem Herausrutschen aus dem Hosenbund und der Träger vor unangemessenem Entblößen von Rücken oder Taille bewahrt.
To round things up: Schulterweite und sonstige Maße
Die Mode vermittelt uns den Eindruck, ein Hemd müsste eng am Körper sitzen, um gut zu passen. In Wahrheit ist es nicht notwendig, das Maß des Hemdkörpers enger als für den Träger angenehm zu gestalten. Als Obergrenze sollte lediglich die Weite dienen, die unter einem Sakko gerade nicht unangenehm aufträgt oder gar auffällt. Wie eng oder weit das Hemd nun genau ausfallen sollte, hängt vollkommen von den Vorlieben des jeweiligen Trägers ab. Wichtig hingegen ist eine passende Schulter: Der Sattel, so wird der aus mehreren Stoffschichten Bestehende Schultereinsatz des Hemdes genannt, sollte weit genug sein, um die Schulter des Trägers nicht einzuengen, aber nicht so weit, daß er auf die Oberarme fällt. Ideal ist hier bei einem üblichen Armlochschnitt eine Weite, die auf der Brust des Hemdes kur vor der Achsel eine kleine Falte provoziert. Diese erhöht die Bewegungsfreiheit bei erhobenen Armen und dergleichen.
Erst wenn all diese Parameter dem Träger entsprechend gewählt sind, sollte man sich Gedanken über Muster, Farben und Stoffe machen. Hierzu, wie auch zur Frage, wieviele nach obigem Leitfaden ausgesuchte Hemden für die Garderobe des Gentleman notwendig sind, finden Sie ausführliche Information in einem entsprechenden Artikel dieser Serie. Und nun: Viel Vergnügen bei der Suche nach Ihrem Hemd!
von Florian S. Küblbeck am 26. August 2009
Ebenso wichtig wie die Verarbeitungsqualität ist für eine Garderobe, die den Launen der Mode und der Belastung des täglichen Gebrauchs standhalten soll, zweifelsohne die Passform. Besonders exemplarisch lässt sich dies am Schnitt des Hemdes darstellen, dem die Modeindustrie in den letzten Jahren eine rigorose Verschlankungskur hat angedeihen lassen. Natürlich soll ein Hemd grundsätzlich seinem Träger passen. Doch: Wann genau passt das Hemd tatsächlich optimal? [Weiterlesen…]
von Florian S. Küblbeck am 13. August 2009
Die Frage nach dem Wieviel muss sich wohl jedem Gentleman im Hinblick auf die eigene Garderobe –zumal, wenn diese sich noch im Aufbau befindet– stellen. Dabei gilt es besonders im Frühstadium, den Fehler einer zu raschen und undurchdachten Anhäufung von Kleidungsstücken zu vermeiden und stattdessen auf langwierige, dafür umso akribischere Planung zu setzen. Dies lässt sich exemplarisch an der Auswahl der Hemden zeigen, die sich als Anschauungsmodell schon allein deswegen hervorragend eignen, weil es ohne sie nun wirklich gar nicht läuft, im Kleiderschrank. [Weiterlesen…]
von Florian S. Küblbeck am 14. April 2009
Beim Kauf eines neuen Anzuges werden Form, Schnitt und Verarbeitung der entsprechenden Hose meist weitaus weniger beachtet, als die Qualität der Jacke. Das getragene Resultat sieht leider allzuoft entsprechend aus. Denn auch was Hosen – als Teil eines Anzuges oder zur Kombination mit einer Sportjacke – anbelangt, sollten gewissen Qualitätskriterien beachtet und einige wenige, dafür aber einfach zu kombinierende Stücke angeschafft werden.
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von Florian S. Küblbeck am 4. April 2009
In dieser Serie konnten Sie hoffentlich bereits einiges über essentielle Stücke der Herrengarderobe lernen. Ein mindestens genausowichtiger Bestandteil gelungenen Auftretens besteht in der Pflege Ihrer Kleidung. Was die allermeisten für Ihren Körper als selbstverständlich erachten, wird in Sachen Kleidung meist sträflich vernachlässigt. Dabei bedarf es keines riesigen Utensilienarsenals und keiner Unmengen an Zeit und Mühe, um Ihre Kleidung – egal wie alt und oft getragen Sie auch sein mag – stets adäquat zu präsentieren. [Weiterlesen…]